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Ana V’chkova: Pampered, spoiled, tenderly kept

25.09.–04.10.

Ana V’chkova: Pampered, spoiled, tenderly kept

Wo endet Zärtlichkeit und wo beginnt Kontrolle? Die Ausstellung „Галена, мазена, пазена“ („Verhätschelt, verwöhnt, zärtlich behütet“) beschäftigt sich mit dem komplexen Zusammenspiel von Erinnerung und Fürsorge und legt die Spannung offen, die sich hinter Schutz, Geborgenheit und häuslichen Ritualen verbirgt.

In ihren Arbeiten bewegt sich Ana V’chkova zwischen dem Persönlichen und dem Gesellschaftlichen, zwischen Intimität und Alltag. Mit Fotografie, Malerei, Video und Mixed Media setzt sie sich mit Fragen von Identität, Weiblichkeit, Fürsorge und den Erwartungen auseinander.

Ihre Arbeiten bewegen sich oft zwischen Ordnung und Chaos, Verletzlichkeit und Widerstandskraft und machen emotionale und psychologische Ebenen sichtbar, die unter vertrauten Situationen und alltäglichen Routinen liegen. Für ihre kommende Ausstellung im Prima Center Berlin setzt V’chkova diese Auseinandersetzung mit dem Intimen, dem Privaten und den Räumen, die wir bewohnen, fort – und mit der Frage, was diese über uns erzählen können.

Ana V’chkova: Галена, мазена, пазена | Verhätschelt, verwöhnt, zärtlich behütet
25.09.–04.10.
Vernissage: 25.09., 18:00
Prima Center Berlin




Die Künstlerin (DE)

Porträt von Ana V'chkova

Ana V’chkova (geb. 1998) ist eine bildende Künstlerin. Sie hat einen Bachelorabschluss in Malerei mit Szenografie an der Fakultät für Bildende Künste der Universität „Hl. Kyrill und Method“ (UKIM) in Skopje erworben. Ihre von Grund auf intermediale Praxis löst die Grenzen zwischen Malerei, Fotografie, Grafikdesign und Video auf. Angezogen von der Spannung und Harmonie zwischen unterschiedlichen Texturen und Techniken verfolgt V’chkova einen hybriden Ansatz, der die Grundlage ihrer künstlerischen Auseinandersetzung bildet. Auf diese Weise entwickelt sie nuancierte, haptisch anmutende Erzählungen, die eine unmittelbare, viszerale Resonanz bei den Betrachter*innen hervorrufen. V’chkovas Arbeit untersucht den fließenden Dialog zwischen Medium und Botschaft und zielt darauf ab, eine unmittelbare und nachhaltige Verbindung zum Publikum herzustellen. Durch die Verbindung traditioneller visueller Formen mit zeitgenössischen digitalen Verfahren destabilisiert sie etablierte künstlerische Konventionen und gewohnte Formen des Sehens. Ihrer Praxis liegt die Überzeugung zugrunde, dass Form und Inhalt untrennbar miteinander verbunden sind und sich gegenseitig fortwährend bedingen und verändern.

Ihre forschungsbasierte Praxis setzt sich mit drängenden sozialen und feministischen Fragestellungen auseinander. Dabei versteht sie stille, verinnerlichte Formen von Unterdrückung und strukturelle Stigmatisierungen nicht als isolierte persönliche Erfahrungen, sondern als Symptome umfassender, vielschichtiger gesellschaftlicher Strukturen. Anstatt diese belastenden Realitäten durch eine distanzierende Bildsprache zu vermitteln, übersetzt V’chkova sie in eine verletzliche, intime visuelle Sprache, die eine Verbindung zwischen dem Kunstwerk und dem Publikum schafft.

V’chkova ist Mitglied des Verbands der Bildenden Künstler*innen Mazedoniens (DLUM). Sie hat an zahlreichen internationalen Residenzen und Gruppenausstellungen teilgenommen und ihre Arbeiten präsentiert, darunter die Galichnik Art Colony (2025), das Non-linear Archive in Shkodër (2025), die Tiiiit! Summer School for Feminist Dramaturgical Thinking (2025) und die Infrared Residency in Prishtina (2024). Darüber hinaus wurden ihre Arbeiten bei „Skopje Urban Stories“ (2025), „Femina“ (2024), dem Winter Salon (2024), „Skala“ (2022) und der Manchester Art Fair (2021) präsentiert.

2025 zeigte sie eine Einzelausstellung im Rahmen des „Dzirni“ Film Festivals in Skopje. Dieser ging ihre erste Einzelausstellung „Diversus“ im Jugendkulturzentrum (MKC) in Skopje im Jahr 2023 voraus, die mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Nordmazedonien realisiert wurde.